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Bali 2015

Vom Wilden Affen Gebissen

Nachdem wir zwei Tage lang auf der faulen Haut gelegen hatten, sind wir dann Mittwochs wieder auf große Fahrt gegangen. Heute stand der Affenwald, der Königstempel von Mengwi und der Sonnenuntergang am – laut Ausschreibung – weltberühmten Tempel Tanah Lot auf dem Programm. Vormittags hatten wir noch schön gefrühstückt und die Zeit bis zur Abfahrt damit verbracht, auf unseren Reiseleiter zu warten. Wir wollten noch zwei weitere Touren buchen. Nachdem dann alles so reibungslos geklappt hatte, ging es pünktlich um 13 Uhr los. Das der Tempel doch mehr zog, als die vorherigen, zeigte sich an unserer Reisegruppe. Während die letzten Male noch ein Mini-Bus ausreichend war, so musste heute schon ein eher ausgewachsener Reisebus her. 18 Passagiere zählte ich. Der Nachmittagsverkehr ist schon extrem. Während schon zur normalen Zeit die Autos und Roller sich in 6er Reihen durch die Straßen ziehen, so gab es heute fast kein Durchkommen. Bis zum Affenwald, dem ersten richtigen Neuen, machten wir halt beim Tempel von Mangwi. Mangwi eine ehemalige Königsfamilie hat hier gegenüber den Familiensitz. Der Tempel war gut besucht. Wir liefen einmal herum, machten ein paar Bilder und liefen wieder zurück zum Bus. Die Anlage an sich macht schon etwas her. Der Tempel jedoch sieht eher aus wie jeder andere auch.
Zum Affenwald war es wieder ein kleine Ewigkeit. Hier an diesem Tempel leben viele wilde Affen. Damit Touristen nicht überfallen und die Affen nicht von den Touristen geärgert werden, gibt es für je zwei Touristen einen einheimischen Führer, welcher stellenweise mit Stock bewaffnet für Ruhe sorgt. Unser Guide war eine niedliche Dame, welche mit Freude von den Affen und dem Leben hier erzählte. Die Art und Weise, wie Touristen hier durchgeführt werden, hat natürlich auch einen Hintergedanken. So wird verlangt, dass man mit dem Guide in dessen Laden geht, um sich dort mit Souvenirs eindeckt. Nadine und ich handelten unseren Guide auf einen fast unmöglichen Preis herunter, da wir wohl heute noch in den Laden stecken würden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ohne Kauf gibt es kein Entkommen.
Affenwald  

Affenwald  
 Weiter ging es zu Tanah Lot. Einem Tempel an der Westküste Balis. Hier soll es romantische Sonnenuntergänge geben. Wir saßen dann also zwischen hunderten weiterer Touristen am Hang und ergaben uns unserem Schicksal. Der Sonnenuntergang war schön, aber dank fehlender Wolken am Himmel und der Nähe zum Äquator war er nun wirklich nicht phänomenal. Wir sahen uns noch bisschen um und machten uns auf dem Heimweg. Der dank Stau und sonstiger Verkehrsprobleme über zwei Stunden in Anspruch nahm.
Sonnenuntergang bei Tannah Lot
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Bali 2015

Ausschlafen und Shoppen :)

Samstag war dann doch nicht mehr viel los. Wir gingen noch kurz vor Ende des Frühstückes in dessen Richtung, um danach festzustellen, dass der Shuttle ins Bali Collection nicht um 11:30 Uhr fährt. Also zu den vor den Hotel wartenden Fahrern um mit einem Fahrer für IDR 30.000 (rund 1,80 Euro) zum Bali Collection zu fahren. Vergleichbar mit Ingolstadt Village, nur zusätzlich mit Restaurants, einem Theater und einem Kino. Bis knapp 16 Uhr blieben wir dort, spendierten ein paar Euros in div. Läden und fuhren mit dem Shuttlebus zurück zum Hotel. Dort ging es über den Umweg Hotelzimmer an die Poolbar 🙂
Ausflug Teil 3
Wieder für einen Urlaub zu unmöglichen Uhrzeiten aufgestanden. Pünktlich abgeholt und noch weitere Mitfahrer aufgegabelt. Heute stand als Rahmenprogramm „Balis Vulkane“ auf dem Titel. Erster Stopp war eine Orchideen-Zucht. Rumgelaufen und Blüten bestaunt. Frauen hatten da wohl mehr Freude als ich 😉
Weiter ging es zu einer Holzschnitzer-Familie, die recht bekannt zu sein scheint, konnte man in Erfahrung bringen, dass selbst die Augsburger Puppenkiste ausgewählte Köpfe von hier bezieht. Nadine und ich fanden die Arbeiten auch so toll, dass wir uns für eine Art Paarskulptur fürs Wohnzimmer entschieden haben. Die Arbeiten sind aber auch der totale Wahnsinn! Mit welchen Details die Figuren hier stellenweise aufwarten können. Auch wurde uns erzählt, wie man auf Bali hochqualitative von billiger Massenware anhand der Maserung unterscheiden kann.
Nächster planmäßiger Halt war die Elefantenhöhle Goa Gajah. Interessant vor allem, weil es auf Bali keinen einzigen Elefanten gibt. Ganesha wird hier angebetet. Also alles in Ordnung 🙂
Von den bisher gesehenen Tempeln hat uns dieser am schönsten gefallen. War sauber (obwohl Teilnehmer unserer Reisegruppe da etwas erschrocken waren), und ich fand ihn schick in die Natur eingebettet.
Elefantentempel  

Opfergaben im Elefantentempel

Teich im Elefantentempel
Auf dem Weg zum Mittagessen am Kraterrand von Vulkan Batur, machten wir noch einen Stopp auf einer Kaffeeplantage. Hier konnte man verschiedene Kaffee, Tee und Kakao-Sorten probieren. Nadine und ich ließen es uns nicht nehmen, Luwak-Kaffee (https://de.wikipedia.org/wiki/Kopi_Luwak) zu probieren. Während Nadine ihn nicht so bevorzugte, könnte ich mich damit schon anfreunden. Wenn der Preis von rund 200 €/kg nicht wäre. Auch hier musste ich rund 3,50 Euro für die Probetasse zahlen. Aber das war es mir wert 🙂
Mittagessen gab es wie schon erwähnt am Kraterrand von Vulkan Batur. Einem von noch zwei aktiven Vulkanen auf Bali, der regelmäßig Asche in die Luft befördert, aber dessen letzter großer Ausbruch aus dem Jahre 1994 datiert. Hier gab es auch wieder Massenabfertigung von Touristen, zum Fotografieren war nicht viel Platz und Zeit und so ging es dann auch eher vollgestopft vom doch recht guten Essen zurück in Richtung Süden.
Der letzte Halt war der Künstlermarkt in Ubud. Laut Tour-Beschreibung „traditionell“, wobei das Traditionelle hier schon extrem auf der Strecke blieb. Wir fühlten uns auch eher an jeden x-beliebigen Vietnamnesen-Markt in Tschechien erinnert, hörte man aus jedem Stand nur ein „Hello, come inside“, „have a look“, „nice blablabla for you?“ Nachdem hier Quantität über Qualität steht, jeder zweite Stand „original Hard Rock Cafe“ T-Shirts verkauft und die Rolex wohl auch „echte“ Rolex sind, suchten wir nur ein Geschenk für zu Hause und liefen an sonst nur planlos durch die Gänge.