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Schweden 2015

Göteborg – Ein Traum :)

Leider kam ich diese Woche nicht so sehr zum Schreiben. Es war immer irgendwas 🙂

Fangen wir aber von vorne an. Samstag ging es nach dem Frühstücken ins Nordstan. Das größte Shoppingzentrum Göteborgs mit über 180 Shops und div. Büros.

Nachdem wir alles notwendige eingekauft hatten, trafen wir uns mit Jimmy. Einem alten Bekannten aus Göteborg, welchen ich seit über 10 Jahren vom Fußball kenne, und mit dem ich schon so einiges erlebt habe (2010 war ich sogar 3 Wochen bei ihm und seiner Familie zu Midsummer). Er wollte uns das Schiff Göteborg zeigen. Ein Dreimaster, welcher im Gegensatz zur Vasa in Stockholm, den Beweis erbrachte, seetauglich zu sein. Daher sehen viele Göteborger dieses Schiff als den großen Gewinner im Vergleich zur Vasa, und sich als die besseren Schiffsbauer. Das hier vor Anker liegende ist jedoch Nummer 2. Das erste liegt bislang ungefunden irgendwo am Meeresgrund.

Wir nahmen vorher noch ein kleines Bierchen in Nordstan (ja, da gibt es einen Pub für die Väter, die auf ihre Frauen warten ;)), ehe wir mit der Fähre über den Göta Älv (Englisch) nahmen. Dort lebt Jimmys Stiefvater, wo wir noch einen Willkommensbesuch abstatteten. Dies endete dann in ein Whiskey-Tasting. Oh je … Schon jetzt einen Zacken in der Krone 😉

Die Göteborg hatte dann um 15 Uhr leider zu, weshalb wir einen kleinen Imbiss in Form von Räkmacka und Bier zu uns nahmen (Räkmacka ist ein Sandwich mit Mayonnaise, Ei und Schrimps). Also relativ leichtes Essen 😀

Von dort ging es in ein Hotel, wo wir ein weiteres lokales Bierchen probierten. Wir trafen uns dann mit Alex (einem Nürnberger, welcher vor fünf Jahren nach Göteborg ausgewandert ist), mit dem es dann wieder zurück über den Göta Älv ging. Wohin? In eine Kneipe, wo es Bier aus einer 3-Liter-Zapfanlage am Tisch ging … Oh je … dann war Schluss 😉

Sonntag ging es relativ fit aus dem Bett. War schon komisch 🙂

Der große Tag. Mehr kommt noch gleich im Anschluss. Nadine und ich machten uns fertig und liefen in Richtung Hauptbahnhof, wovon es per Straßenbahn nach Saltholmen ging. Der Beginn der Schäreninseln westlich von Göteborg. Ein traumhafter Platz. Vor allem bei super Wetter, wie wir es heute hatten. Die Sonne schien und so stand dem Antrag nichts mehr im Wege. Ich habe mir diesen Platz ausgesucht, da es für mich eines der schönsten Stücken Erde ist, die ich bislang kennenlernen durfte. Eigentlich wollte ich zum Sonnenuntergang hierher, aber das Wetter der letzten Tage war doch eher dürftig, und so wollte ich den Moment nich verpassen. So standen wir zwei auf einer der kleinen Inseln und ich nahm allen Mut zusammen (man kann da echt nervös sein :)) und Nadine sagte „ja“ .. also … wuhuuuuu! Es wird geheiratet!!!!

Was wir am restlichen Tag gemacht haben, weiß ich nicht mehr. Ich freute mich einfach zu sehr 🙂

Montag war Fußball. Den Tag über wollten wir bisschen durch die Stadt laufen, aber es regnete. So ging es dann wieder zeitig zurück ins Hotel. Am Abend trafen wir uns mit den Jungs vom Fußball. Nadine war schon etwas ängstlich, was sich aber legte und sie am Ende doch zugeben musste, dass es Spaß gemacht hatte 🙂

Dienstag war wieder ein Versuch, bisschen von der Stadt zu sehen. Wir schafften es noch vor dem Regen auf den Läppstiftet („Lippenstift“) zu gehen, wie das Bürogebäude hier im Volksmund heißt.
In der Stadt trafen wir uns mit Robin und seiner Kleinen. Wir liefen nach Haga zu Skansen Kronan in Haga (der Altstadt). Von dort aus hat man einen relativ schönen Blick auf die Stadt. Wenn das Wetter passt. Zurück in Haga kaufte ich noch Zimtschnecken und trennten uns von Robin in der Straßenbahn auf dem Weg zurück ins Hotel. Wetter ist nichts für Sightseeing.

Mittwoch holte ich den Mietwagen am Bahnhof ab. Nach dem Frühstück fuhren wir zum See Lygnern. Erster halt war jedoch Freeport. Ein kleiner Outlet Südlich von Göteborg in Kungsbacka. Aber wie so oft (ich war schon ein paar Mal dort), fanden wir nichts 😉
Am See gibt es einen Wasserfall (Ramhultafallet), wo sich das Wasser auf 65 Meter in den See fallen lässt (kann man das so sagen?) Jedenfalls ein paar Wassertreppen und jede Menge geplansche 🙂
Unten am See ließen wir uns noch ein wenig nieder, ehe es durch den Wind doch etwas kühl wurde. Über Hyssna (dort gibt es im Sommer ein schickes Café) fuhren wir zurück nach Åsa. Dort am Strand standen wir etwas, aßen eine Kleinigkeit und fuhren zurück nach Göteborg.

Heute (ja, soweit ist die Zeit schon fortgeschritten) ging es in Richtung Norden. Stop Eins war Kungälv. Dort an der Burg stand ich schon 2009 bei der Radtour ans Nordkapp (hier). Damals war das Wetter aber definitv besser. Heute regnete es. Jedenfalls solange wir auf dem Weg hierher im Auto saßen. Weiter nach Norden nach Fjällbacka. Eine traumhafte kleine Ortschaft, die wie ausgestorben vor uns lag, als wir oben am 74m hohem Vetteberg standen. Der Ausblick von hier ist den Aufstieg echt wert (ok, ist nicht so schwer, bei nassem Wetter wie heute aber nicht ungefährlich, da die Steine und Bretter extrem rutschig sind). Da nicht viel weiter zu besichtigen war, aßen wir im wohl einzigen offenen Hotel eine Kleinigkeit, ehe wir zurück nach Kungälv fuhren. Auf dem Weg nach Norden verpassten wir die Ausfahrt nach Marstrand. Dort auf einer kleinen Insel vorm Festland leigt eine weitere Festung. Bis zur Fähre (autofreie Insel) wollten wir, um den Ansichtskarten-Blick zu genießen. Da mussten wir aber aufpassen, dass der Wind uns nicht von abhielt. Also zurück nach Göteborg. Da im Hotel ist es nicht so windig und nass 🙂

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Auf Wiedersehen Stockholm

Nachdem wir gestern Nadines Geburtstag an der Hotelbar ausklingen haben lassen, ging es heute etwas behäbig aus den Federn. Es half aber nichts. Wollte man das Frühstück nicht ausfallen lassen, so musste man raus.
Heute stand relativ wenig auf dem Programm. Wir wollten lediglich ins „Fotografiska“. Vier große und mehrere kleinere Ausstellungen von Fotografien sind hier ausgestellt. Des weiteren werden hier Workshops über Fotografie angeboten. Der Weg dorthin war etwas holprig. Von der U-Bahn heraus, knickte Nadine um, und so war es eher schmerzhaft, die Treppen hoch, wovon ich mir einen schönen Ausblick auf die Stadt von Södermalm aus erwartet hatte. 
Blick von Södermalm auf Gamla Stan (rechts im Bild)
Fotogafiska am Ende war sehr interessant. Wobei viele Fotografien wohl nur durch den Fotografen hier eine Ausstellungsberechtigung hatten. In 99% aller Fotografen sind es eher eines von unzähligen Urlaubsschnappschüssen. Bei anderen Bildern zählt eher die Geschichte des Künstlers dahinter, oder wie kann man Bilder deuten, wo der eigene Urin fotografiert wurde?
Speziell die S/W Bilder haben mir gefallen.
Von dort aus ging es in Richtung Gamla Stan zurück. Es war Zeit für einen Kaffee 🙂 Vor dem Nobelmuseet suchten wir uns einen schicken Platz in der Sonne, schlürften den Kaffee und schauten uns die Touristen und Passanten an. Tabletfotografen oder Gruppenfotos mit Fotobombs 😀
Mit der Metro ging es zurück in Richtung Hotel. Wir wollten noch bisschen rumgammeln, ehe es ins Skansen ging. Skansen, das älteste Freichlichtmuseum seiner Art hatte dann am Ende zwar noch offen, da zur Walpurgisnacht ein großes Feuer brennen sollte, die weiteren Hütten und Häuser, die die Geschichte Schwedens zeigten, dagegen waren schon geschlossen. Zum Abendessen gab es dann in einer Art Kantine Köttbullar 🙂
Skansen ist bestimmt einen Besuch wert. Jedenfalls beim nächsten Stockholm-Besuch wird dort ein halber Tag (ab Vormittag) eingeplant, damit man neben den Schwedischen Wildtieren (Bär, Elch und Co) noch etwas von den frühen Anfängen miterleben kann. So war es nur urig zu sehen, wie die Häuser und Hütten früher ausgesehen haben.
Skansen

Skansen

Skansen
Das Walpurgisfeuer haben wir dann auch ad acta gelegt und haben uns den Sonnenuntergang dann lieber in Richtung Heimweg am Ufer von Djurgården angeschaut.
Eine Reise die ist lustig
Heute war also die Fahrt nach Göteborg. Das Frühstück schmeckte heute besonders gut … ne, nicht wirklich … aber man kann bei der Auswahl sicher nicht meckern. Fürs Full-English-Breakfast war alles vorhanden und die Obst und Gemüse-Esser hatten auch ihren Spaß 🙂
Wir packten zusammen und nach dem Auschecken ging es sogleich zum Bahnhof. Wir saßen im Zug, machten es uns gemütlich, als eine Dame der Bahngesellschaft SJ zu uns trat und fragte, ob wir nach Göteborg fahren wollten. Als wir das bejahten, meinte sie, dass sie uns gesucht hatte, das SJ uns versucht hatte, telefonisch zu erreichen. Es gibt Bauarbeiten auf der Strecke und somit fährt der Zug nicht bis nach Göteborg. Aber wir wären umgebucht und müssten die Tickets nur am Schalter abholen. Dort kurz angestellt und schon hatten wir die Tickets für die Ersatzverbindung. Zwar knapp zwei Stunden länger unterwegs, nicht mehr direkt, sondern mit einmal umsteigen, aber dafür 1. Klasse. Also auf ins Abenteuer 🙂
In Karlstad hatten wir dann ein wenig Aufenthalt. Diese Zeit nutzten wir für einen Kaffee und einen Toilettenbesuch. Nicht, dass es beides auch im Zug gegeben hätte, aber nicht immer ist das Bedürftnis vorhanden 😉
Die Stadt an sich (laut Wikipedia die 17. größte Stadt in Schweden) ist bestimmt schön. Wird wohl auch irgendwann einmal ein Besuch von uns bekommen.
Die Weiterfahrt nach Göteborg hätte es zeitmäßig nicht mehr gebraucht. Mit der Regionalbahn ging es dann in über 2 Stunden nach Göteborg. Pünktlich beim Aussteigen begann es zu regnen, was nach so einem Tag nicht mehr unbedingt nötig gewesen wäre.
Morgen wird dann erst einmal Göteborg angeschaut. Ich habe schon etwas Angst davor, dass es Nadine hier nicht so gefallen könnte :-/