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Australien 2013

Days 60 – Broome nach Newcastle

Hach, ich finde ja doch noch einmal Zeit, um im alten Jahr hier etwas niederzuschreiben. Letztendlich will ich nur darlegen, wie die Reise nach Newcastle war.

Am Samstag Abend wurden in Broome aufgrund von Cyclone Christine schon ein paar Flüge gestrichen. Die Piloten und Flugbegleiter amüsierten sich stattdessen in der ZooBar. Am Morgen schwitzte ich dann doch etwas, als der Regen nicht nachlassen wollte, und der Wind unaufhörlich wehte. Die Witze, die andere Hostel-Bewohner darüber machten, trugen der Sache nicht positiv bei. Aber wir werden es sehen. Das Internet gab nichts her, ob und wie weit überhaupt Flüge gestrichen werden sollten. Also machte ich mich nach dem Frühstück, wo ich mich mit Betroffenen vom Vortag unterhielt, auf dem Weg zum „Broome International Airport“. Ja, schick ist er schon. Immerhin „3,5“ Gates. Also Nummer vier ist irgendwo bei Gate 1, 2 oder 3 versteckt.

Wenn es nicht so geregnet hätte, wäre auch wesentlich mehr Platz gewesen. Aber so versuchten alle irgendein trockenes Plätzchen unter dem Dach zu erreichen. Ansonsten ist der Sicherheitsbereich relativ „offen“.

Mit ein paar Minuten Verspätung begann das Boarding. Als alle im Flieger saßen, wurden die Nerven aber schon strapaziert. Es tat sich erst einmal garnichts. Das Board-Entertainment-System für Mobil-Geräte und PCs wurde freigeschaltet, aber ansonsten saß man und stand man mitsamt dem Flugzeugam Gate. Eine Durchsage des Captains wenig später, machte die Hoffnung auf einen pünktlichen Abflug zu nichte. Der Regen sorgte dafür, dass das Wasser nicht schnell genug von der Startbahn ablaufen konnte. Somit musste gewartet werden, bis der Regen nachließ. Als es den Anschein hatte, es könnte klappen, rollte man zur Startposition. Aber anstelle voll Schub zu geben, rollte man gemächlich wieder zum Gate zurück. Dort wurde man auf 30-90 Minuten vertröstet, wobei nach 30 Minuten entschieden werden sollte, ob man im Flugzeug oder im Terminal warten müsste. Nach insgesamt über 90 Minuten ging es dann zum zweiten Mal auf die Rollbahn und schwups, war man in der Luft. Vor Freude darüber, nicht in Broome festzustecken, gab es Applaus von vielen im Flugzeug. Mir purzelte nur ein Stein vom Herzen.

Mit 90 Minuten weniger Wartezeit kamen wir in Perth an. Half jedoch nichts, denn ich musste bis 23:15 Uhr auf den Weiterflug warten. Die Lust, nach Perth zu fahren war gering, und so suchte ich mir ein ruhiges Eckchen und wartete vor mich hin. Positiv war, dass zwei Stunden wie im Fluge vergingen, in denen ich mit meiner Freundin skypen konnte :*

Pünktlich sind die Australier ja nicht immer, und so begann wenige Minuten nach Plan das Boarding zum Weiterflug nach Sydney. Als alle im Flugzeug saßen, entschied sich eine Frau, dass sie doch nicht mitfliegen möchte, und so stieg sie aus. Den Regeln entsprechend, musste ihr Gepäck auch aus den Flugzeug, und so verzögerte sich das ganze um weitere Minuten. Keine Ahnung warum, aber der Wind und das Gaspedal müssen gut gestanden sein, denn trotz der Verspätung beim Abflug kamen wir pünktlich in Sydney an. Dort das Gepäck genommen, die „Freiheit“ am Flughafen erkauft (man muss eine Gebühr für den Zugang zum Zug an den Terminal-Stationen zusätzlich zum Fahrschein bezahlen), und schon war ich in Sydney angekommen. Schönes Gefühl, wieder hier zu sein. Am Hauptbahnhof ausgestiegen und auf die Weiterfahrt nach Newcastle gewartet. Hier erfuhr ich auch, dass während der Ferienzeit, der Samstags-Fahrplan gilt. Also dämliche Fahrzeiten. Langsam aber sicher, war mein Plan für Silvester, zwischen Newcastle und Sydney zu pendeln, nicht mehr so stabil.
Drei Stunden dauerte dann die Fahrt nach Newcastle, wo auch fast jeder Halt dazwischen ausgenutzt wurde. Hier reifte dann auch die Entscheidung, ein Hostel in Sydney zu suchen, wo die Preisobergrenze etwas nach oben geschraubt wurde. Da ich doch einen Tag in Newcastle bleiben wollte, bot es sich an, dass ab 31.12. ein Bettchen im 6er Dorm für AU-$89 in Kings Cross frei war. Schnell zugeschlagen und über den Preis nicht nachgedacht (ist ca. 3,5x so viel, wie ich letztes Jahr für ein 4er Zimmer in der selben Gegend gezahlt hatte).

Newcastle. Ansich schon eine schöne Stadt. Aber selbst hier merkt man die Feiertage, und so ist nicht viel los. Viele Geschäfte haben auch bis nach Neujahr geschlossen. Die Stadt wurde stilecht abgelaufen und das schöne Wetter genossen.

Nun! Jetzt wird es keinen weiteren Bericht mehr im Jahr 2013 geben. Ich wünsche nun allen Lesern, ihren Freunden und Familien einen guten Rutsch ins Jahr 2014!

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Australien 2013

Days 54 – 60 – Broome

Sonntag in Broome. Es ist nicht wirklich was los. Mit Joschka und Bastian ging es noch einmal in die Stadt. Supermarkt.
Joschka und ich wollten für Heilig Abend den Fisch vorbestellen. Einen ganzen „Snapper“ gab es. Angebot AU-$18,90. Ein sehr guter Preis für einen ganzen Fisch. Bisschen Sightseeing gab es dann auch noch. Den „Japanese und Chinese Cemetery“ und ein paar wilde Käfer, die einen unglaublichen Lärm fabrizieren. Die Hitze des Tages genossen wir dann im Meer, am Strand und anschließend zum Abkühlen im Pool im Hostel.

Montag, Tag 55

Während Bastian auschecken musste und am Pool gammelte, fuhren Joschka und ich spontan zur Willie Creek Perl Farm im Norden von Broome. Zur Farm ansich sind wir nicht direkt gefahren, sondern haben das türkisfarbene Meer zum Anlass genommen, ein paar Bilder zu machen. Die Hinfahrt war mit dem 2WD noch relativ einfach. Nur das einzige Sandloch auf dem Parkplatz übersahen wir bei der Rückfahrt. Also raus, Auto angeschoben und weiter ging es. Dabei hätte ich mir im Sand nur fast die Füße verbrannt. Unglaublich, wie heiß dieser werden kann :-/

Den restlichen Tag passierte nicht wirklich viel. Ich gammelte auch im Pool oder zog es vor, im „kühlen“ Zimmer ein Nickerchen zu machen 🙂

Cable Beach @ Broome

Dienstag, Tag 56

Irre, Heilig Abend und das bei 35 Grad. Aber ich hatte es mir ja so ausgesucht. Früh ging es heute aus den Federn. Ok, es war 10 Uhr, aber dennoch zeitig, um im Supermarkt unseren Einkauf für das Festmahl am Abend zu erledigen. Joschka und ich planten ein 3-Gänge-Menü. Als Vorspeise Tomatencremesuppe. Gefolgt von „Snapper“ mit Kartoffeln und Gemüse und als Nachspeise frisches Obst mit Joghurt. Beim Fischhändler den Fisch erstanden, welcher dann zwar 10 Dollar teurer war, aber auch dieser Preis war für einen ganzen Fisch voll in Ordnung. Ansonsten dachte ich immer, dass es nur in Deutschland Hamsterkäufe vor Feiertagen gibt, aber auch hier denkt man, dass es das letzte Mal ist, wo der Supermarkt offen hat. Aber auch viele Weihnachtsgeschenke wurden für den morigen „Christmas Day“ noch besorgt. Wir hatten unsere Sachen beieinander und mussten am Abend nur noch kurz in einen Bottle-Shop um für die „Christmas Pool Party“, wo wir eingeladen wurden, ausgerüstet zu sein.

Nach einem Plansch im Pool ging es noch zum Bottle-Shop. Am ersten durften wir nicht einkaufen, da der Deutsche Perso nicht anerkannt wurde. What the f****? Beim zweiten und dritten war das Bier dann einfach zu teuer. Beim vierten (zum Glück gibt es von Bottle-Shops genug Auswahl), der der selben Kette wie Nummer 1 angehörte, gab es dann auch problemlos das Bier zu kaufen. Keine Ahnung, was Typ 1 für ein Problem hatte. Wahrscheinlich war es ihm zu wider, am 24.12. arbeiten zu müssen. Such dir einfach eine andere Arbeit. Im Outback Steine anschauen z. B. Da nervst du niemand!

Gegen 18 Uhr ging es in die Küche. Erste Überraschung war, dass ein „whole Fish“ wirklich ein ganzer Fisch ist. Also mit Schuppen und noch nicht ausgenommen. Während ich das Messer wetzte, gab es für Joschka die Anweisung im WWW eine Anleitung zum „Entnehmen von Fischen“ zu suchen. Irgendwie klappte es, was zwar eine riesen Sauerei in der Küche war, und mit einem Kommentar von „you’ll be kicked out“ eines anderen Gastes begleitet wurde, aber, da am Ende die Küche sauberer war, als vorher, hatten wir keine großen Probleme zu erwarten.

So, ich nehm es vorweg. Das Essen war der Hit! Tomatencremesuppe, Fisch mit Kartoffeln und Gemüse und das Obst mit Joghurt am Ende war punktgenau fertig. Der Fisch war ein Traum und am Ende beide satt und glücklich, dass das so wunderbar funktionierte. Leider kann man das hier in Australien nicht öfters machen, da man eher selten mit mehreren kocht.

Am Abend gab es dann noch bisschen tratsch und einen Film im Zimmer, während ich auf die Reaktion von meiner Freundin wartete, die in Deutschland ihr Weihnachtsgeschenk endlich öffnen durfte :*

Mittwoch, Tag 57

„Christmas Day“. Das bedeutet Australien schaltet ab und alles was sonst noch geöffnet hatte, schließt die Pforten. Eine Ruhe war das 🙂 Selbst die Bar im Hostel durfte heute keinen Alkohol verkaufen. Ich plantschte im Pool oder entspannte mit einem Buch in der Lounge, ehe es gegen 17 Uhr per Taxi zur „Christmas Pool Party“ in die Stadt ging. Ja, so eine weihnachtliche Poolparty sieht so aus, dass entweder getrunken oder im Pool geplantscht wird. Das Pool planschen wird nur noch durch ein weiteres Getränk unterbrochen. Schon komisch. Gegen Mitternacht hatte es immer noch 30 Grad und die 25 Grad im Haus waren sowas von kalt, dass man fast nach einen Pullover gefragt hätte.
Die Folgen des Alkoholgenusses nehmen auch nicht vor einem Australier halt, und so war um 3 Uhr morgens die Luft raus. Joschka und ich sparten uns das Geld für ein Taxi und liefen die paar Kilometer ins Hostel. Schatz, falls ich etwas betrunken am Telefon war, sorry :-*

Donnerstag, Tag 58

Kopfschmerzen! Kein gutes Anzeichen. Leider geht auch die Klimaanlage automatisch um 7 Uhr aus, so dass ein Ausschlafen nicht wirklich möglich war. Aber auch die Kopfschmerzen konnten durch ein Frühstück besiegt werden. Haha! Leider war danach der weitere Tagesablauf immer noch nicht gesichert. „Boxing Day“. Es hatten zwar wieder Geschäfte und Restaurants geöfffnet, aber da es ein Feiertag ist, oftmals mit 15% Zuschlag. Ich zog es dann doch vor, mich in der Lounge vor den Computer zu setzen und meine letzten Tage in Australien zu planen. Da der Flieger am Sonntag nach Sydney geht, und ich in Newcastle, nördlich davon, eine Hostel gefunden hatte, war also nur noch die Frage, wie ich bis zum 20.1. nach Melbourne komme.
Bisschen im Internet gesucht und mich für den Zug entschieden. So werde ich nun über Canberra (soll soooo hässlich sein, aber ich will mich davon selber überzeugen), Cootamundra (den Namen fand ich auf dem Zugplan einfach nur lustig), Wagga Wagga (der ist ebenfalls nicht gerade „unlustig“), Albury nach Melbourne. Die Unterkünfte in den entlegenen Ortschaften waren da schon etwas schwerer zu finden. Aber auch da gibt es Hotels/Motels, so dass ich nie auf der Straße übernachten muss 🙂

Freitag, Tag 59

Ja, fast 10 Tage in Broome. Dank „Low Season“ fällt einem dann doch einmal langsam die Decke auf den Kopf. Ich freue mich schon, dass es am Sonntag weitergeht. Den ganzen Tag im Pool liegen ist auch keine Befriedigung auf Dauer :p

Nachdem am Abend meine restlichen Lebensmittel verkocht wurden, unterhielten wir (Joschka und ich) uns noch mit einem älteren Ehepaar aus Neuseeland, ehe es noch auf zwei Bier in die Zoobar (laut Lonely Planet noch Zeebar) ging.

Samstag, Tag 60

So, der letzte Eintrag aus Broome. Ich werde heute (es ist 15 Uhr) nicht mehr viel machen. Der Friseur wurde besucht, die Wäsche gewaschen und im Supermarkt das Duschgel erneuert. So schnell hat man sein Tagespensum erfüllt 🙂

Am Abend werde ich irgendwo essen gehen. Mal schauen, was das Angebot so alles hergibt 🙂

So, am Ende wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleibt sauber, brav und nehmt euch nichts vor, was ihr nicht einhalten könnt!