Ein Traum von einer Stadt

Ich muss mich erst einmal entschuldigen, dass ich über eine Woche gebraucht habe, um einen finalen Beitrag über Salzburg zu schreiben.

Keine Ahnung, warum es diesmal so lange gedauert hat.

Samstag morgen ließen wir es gemütlich angehen. Frühstück gab es im selben Restaurant, wo wir abends zuvor gespeist hatten. Das Buffet war ausreichend, die Angestellten aber wohl am Morgen auch noch nicht ganz ausgeschlafen. Jedenfalls klappte es mit dem Kaffee und Abräumen nicht wirklich 1a. Aber den Bauch konnten wir uns zu genüge vollschlagen.

Im Zimmer packten wir unsere Sachen und liefen die Straße entlang. Erster Anlaufpunkt war der Kapuzinerberg, wovon wir uns eine schöne Aussicht auf die Altstadt erhofften. Der Zugang dorthin war dann, sagen wir einmal, von Tomaten auf den Augen begleitet. Wir standen doch direkt vor der Treppe, die uns hoch hinaus bringen sollten, und liefen daran vorbei. Erst beim Blick auf die Karte merkte ich meinen Fehler. Verrückt 🙂 Beim zweiten Versuch, klappte es dann auch besser. Über 200 Stufen brachten uns zu einer Art Aussichtsplatform. Der Blick ist schon schön, solange man auf die Altstadt und Hohesalzburg blickt. Richtung Westen, wo unser Hotel lag, ist der Blick nur „nett“. Also ging es die Stufen wieder zurück und auf der anderen Seite des Mozartstegs gab es erst einmal einen Kaffee. In einem ehemaligen Mauthäuschen hat sich die Dame ein kleines nettes Café eingerichtet. Im Vergleich zu Starbucks millionen Mal besser und hübscher dort.

Über den Mozartplatz ging es zur Bahn, die uns auf die Hohesalzburg bringen sollte. Die Tickets waren schnell gekauft, da es gerade an Andrang mangelte. Oben angekommen, liefen wir auf der Burg herum, besuchten die beiden im Ticketpreis enthaltenen Ausstellungen und genossen die Zeit und Aussicht bei einem kleinen Mittagessen.

Verrückt war, dass hier Leute mit dünneren Winterjacken herum liefen, wo mir bei über 30 Grad in kurzer Hose und T-Shirt das Wasser herunter lief. Wo die herkamen, muss es wohl noch heißer sein 😀

Unten im „Tal“ angekommen, spazierten wir munter weiter. Mönchsberg. Der nächste Punkt auf unserer Tagestour. Wir nahmen natürlich sportlich die Treppen hinauf. Nadine ächzte schon etwas, aber sie hielt tapfer bis nach oben durch. Die verschiedenen Aussichtspunkte nutze ich dazu, neben ein paar Bildern, mir eine schöne Stelle – für Bilder heute Nacht – auszusuchen. Ich entschloss mich vor Museum der Moderne mein Glück zu probieren, sollte ich es hier hinauf schaffen. Musste ja später alles mit dem Abendessen abgestimmt werden.

Wir liefen noch etwas in der Stadt herum, ehe es zum Abendessen zurück ins Hotel ging. Da unserer Hotel noch ein weiteres Restaurant im Gebäudekomplex beherbergte, probierten wir auch das zweite aus. Auch das konnten wir mit einer Empfehlung versehen.

Nadine blieb dann am späteren Abend im Hotel, ich schnappte meine Kamera und zog noch einmal los. Und tatsächlich entschloss ich mich, die Stufen auf den Mönchsberg ein weiteres Mal zu besteigen. Nicht, weil ich es konnte, nein, ich hatte nur noch 2,50 Euro in der Tasche, die nur noch für die Aufzugfahrt hinab reichten.

Am Ende des Tages zeigte mein Fitnesstracker über 17 km und 81 Stockwerke an. Müde fiel ich dann auch ins Bett 🙂

Der Sonntag begann nicht anders als der Samstag. Wir frühstücken :), danach mussten wir leider auschecken. Den Koffer im Hotel verstaut und spazierten erneut in der Altstadt herum, gönnten uns ein Bierchen in einem schönen Biergarten und liefen dann zurück zum Bahnhof.

Salzburg ist echt eine schöne Stadt, die uns bestimmt nicht das letzte Mal gesehen hat.